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Verfasst von Peter Reichard; zuletzt bearbeitet von Peter Reichard am 19.01.2012 - 12:21
Printing-on-Demand
= Druck auf Bestellung
Book-on-Demand
=Druck eines Buches auf Bestellung
aus einer Datenbank oder einer gelieferten Datei
Dieses Publikationsverfahren wird vor allem bei Kleinstauflagen angewandt. Gedruckt wird hier im Digitaldruckverfahren, weil schon ab einer Auflage von einem Exemplar kostengünstig gedruckt werden kann.
Anwendung
- Rezensionsexemplare (Musterexemplare für Journalisten, Kritiker, Verleger)
- Nachdrucke/Neuauflagen von vergriffenen Büchern
- unabhängige Autoren (kein Verlag nötig)
- spezialisierte Werke (Softwaredokumentationen, Gebrauchsanleitungen)
- wissenschaftliche Publikationen
- Klein- und Kleinstverlage
Vorteile
- Bücher theoretisch immer lieferbar
- Nachdrucke sehr einfach
- Individualisierung möglich
- geringe Lagerhaltungskosten
- keine Mindestauflage
- kein Auflagenrisiko
Nachteile
- höhere Herstellungskosten je Exemplar im Vergleich zum Auflagendruck
- inhaltliche Kontrolle wird nicht immer angeboten
- lange Lieferzeiten bei hoher Auslastung des Dienstleisters
- meist Einschränkungen bei Papierwahl und Verarbeitung
Status:
Von Moderator geprüft
0
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Kommentare
Günstig?
Hallo,
in wie weit bekommt man denn den Vorteil »Nachdrucke sehr einfach und günstig« und den Nachteil »höhere Herstellungskosten je Exemplar im Vergleich zum Auflagendruck« unter einen Hut. In der Kürze könnte es ja wie ein Widerspruch erscheinen.
Hallo, ja da haben Sie Recht.
Hallo,
ja da haben Sie Recht. Dann würde ich den Punkt "Nachdrucke sehr einfach" nennen. Im Sinne von man muss nicht die Offsetdruckmaschine anwerfen und mind. 1000 Exemplare drucken.
Nachdrucke
Hallo eengeil und Kollegen,
ich würde die Frage, die Du aufgeworfen hast, so beantworten bzw. erklären:
Nachdrucke bei "On Demand Produktion" sind sehr einfach und günstig, da die Daten digital vorgehalten werden und die Produktion ab einem angeforderten/verkauften/abgerufenen Exemplar erfolgen kann.
Dies ist beim normalen Auflagendruck (Offset) aufgrund der höheren Fixkosten nicht der Fall. Die belichteten Druckplatten werden nicht archiviert ect. - ein Nachdruck erfordert immer eine bestimmte Mindestauflage. Ein Nachdruck ist deshalb bei Auflagendruck nicht so einfach möglich bzw. die Kosten für ein Exemplar wären exorbitant (deswegen macht man das nicht). Nicht umsonst hat man manchmal Probleme bestimmte Bücher zu bekommen - "Out of Print" - die sind halt einfach alle und die Nachfrage ist nicht so groß, dass der Titel neuaufgelegt würde.
Deswegen ist Book On Demand ja so toll für Nachwuchsautoren bzw. freie Autoren, für die Veröffentlichung von Diplomarbeiten ect. - die Lagerhaltung entfällt, da immer nur so viele Bücher gedruckt werden, wie auch verkauft/bestellt/nachgefragt werden. Deswegen entfällt auch das Risiko für den Autoren (das sonst normalerweise der Verlag übernimmt) das er auf seinen gedruckten Büchern sitzen bleibt. Die Fixkosten bei Book On Demand sind nicht NULL, aber geringer als beim Auflagendruck. Die Fixkosten wären z.B. Kosten für Datenhaltung und Bereitstellung, Kosten für Satz und Layout. Die variablen Kosten der Herstellung zahlt dann quasi der Kunde, der das Buch nachfragt (etwas vereinfacht ausgedrückt) plus die Marge, die der Autor als Autorenhonorar kriegt. Verglichen mit dem normalen Auflagendruck muss der Autor weniger Bücher verkaufen, um in die Gewinnzone zu kommen. Außerdem ist kein Verlag zwischengeschaltet, der nen Teil des Gewinns "abzwackt" ;-) Ergo: super Chance für Nachwuchsautoren, Comiczeichner ect. - um den Vertrieb des Werkes muss man sich aber selber kümmern bzw. als Service des B-O-D-Anbieters dazubestellen (gegen Cash versteht sich).
OHNE jetzt Werbung machen zu wollen, schauen Sie sich doch einfach mal die Tarifmodelle bei BOD (Book On Demand) an. Der Preis für 1 Exemplar Digital (Print on Demand) ist sicher höher als der Preis eines Exemplar aus dem Auflagendruck (da würden sich die fixen bzw. gemeinen Kosten aber auf die 500 oder 1000 Stück Mindestauflage verteilen). Aber auf die Fixkosten kommt es an ...
Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken. Allerdings stehe ich vor einem Rätsel, was die ZFA bei diesem Thema abfragen will: diese simple obere Aufstellung kann es ja wohl nicht sein ... das wäre fast zu einfach ... ich erbitte Vorschläge, Herr Reichard.
Oder wird das eine Kostenberechnung? Das Thema würde sich - wenn ich es mir recht überlege - sehr gut für eine Break-Even-Analyse eignen. *Call me Cassandra*
günstig im Verhältnis zu
Hallo,
ich denke bei so Aussage wie »dies oder jenes ist günstiger« oder »schneller« sollte man immer dazu schreiben im Verhätlnis oder im Bezug zu was.
Sonst könnte man sagen, dass die Siebherstellung günstig ist. Im Verhältnis zu einem Tiefdruckzylinder stimmt das sogar.
@ missjivi
Ich bin nicht im Aufgabenerstellerkreis und weiß so so viel oder so wenig was ran kommt wie alle anderen hier.
Viele Grüße
Peter Reichard
;-)
kein problem. danke für schnelle antwort. es geht ja um digitaldruck und dessen möglichkeiten und erfordernisse: nämlich die personalisierung bzw. das (ein)drucken von variablen daten, die medienneutrale bevorratung von daten ect. das alles verdanken wir der tatsache, dass beim digitaldruck keine feste druckform benötigt wird, sondern das jeder druckbogen anders bedruckt werden kann (non impact printing). mehrseitige dokumente können ohne wechsel der druckform sofort in der richtigen reihenfolge gedruckt werden, ein späteres zusammentragen (sortieren) entfällt. zusätzlich kann das digitaldrucksystem weitere einrichtungen zum schneiden und binden aufweisen. dadurch wird die fertigung kompletter druckprodukte in kürzester zeit möglich. ich denk auch in die richtung: die gestaltungstemplates bei z.B. BOD sind standardisiert - also stichwort: trennung von inhalt und layout ect. - das führt mich irgendwie zu xml ... ab da wird es anstrengend. viele grüße: missjivi