4.1 Im Siebdruck
Die Tagesleuchtfarben werden in pastöser Form geliefert. Sie lassen sich je nach Gewebefeinheiten des Siebs mit den zur Verfügung stehenden Verdünnern siebruckfertig einstellen.
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| Abb. 1: Tagesleuchtfarbe Rot |
Grundsätzlich besteht der Siebdruck aus drei wesentlichen Vorgängen, der Füllphase, der Kontaktphase und dem Auslösephase.
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| Abb. 2: Das Sieb wird mit Farbe benetzt |
Bei der Füllphase wird die Farbe nahezu drucklos mit einer Flutrakel über den Bedruckstoff verteilt. Dadurch werden die freien Maschen der Siebdruckform mit Farbe gefüllt, dies bewirkt ein Anlösen von Farbresten, vorangegangener Druckvorgänge.
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| Abb. 3: Es folgt die Füllphase |
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| Abb. 4: Druckvorgang mit anschließender Trennung |
Die Maschen bilden einen kleinen bodenlosen Farbbehälter. Vor dem eigentlichen Druckvorgang, der Kontaktphase wird ein Linienkontakt zwischen Druckrakel, Sieb und dem Beruckstoff hergestellt. Sobald diese Farbbehälter mit dem Bedruckstoff in Berührung kommen geben die Behälter Farbe ab. Die Neonfarbe, die mittels eines Gummirakels durch Schablone und Gewebe hindurch auf den Bedruckstoff gedrückt wird, fließt zu einer ebenen Farbschicht zusammen, da die Berührungsfläche von Gewebefaden und Druckmaterial äußerst klein ist1. Der Farbauftrag ist bedingt durch die Adhäsion zwischen Farbe und Papier, die Farbe selbst (Viskosität) sowie die Rakel (Geschwindigkeit, Härte, Winkel, Schärfe). In der Auslösephase löst sich die auf dem Bedruckstoff haftende Druckfarbe aus den Maschen des Schablonenträgers heraus. Die Trockenzeit beträgt bei Raumtemperatur ca. fünf Minuten. Mit einem Trockner mit einer Temperierung von 50° liegt die Dauer kann die Trockenzeit erheblich verringert werden. Fluoreszierende Leuchtfarben, die sich durch außergewöhnliche Farbintensität auszeichnen, werden im Siebdruck meist mit doppelter Bedruckung gefertigt.
4.2 Im Offsetdruck
Druck
Tagesleuchtfarben im Offsetdruck sind CMYK – Skalenfarben, in die Fluoreszenpigmente eingearbeitet wurden.
Durch die relativ groben Pigmente lassen sich Tagesleuchtfarben nicht so gut verdrucken wie herkömmliche Offsetdruckfarben. Bei der Farbspaltung zwischen Platte und Drucktuch bzw. Drucktuch und Bedruckstoff kann sich die gröbere Pigmentstruktur störend bemerkbar machen und erfordert für den gewünschten optischen Effekt meist einen zweiten Durchgang.
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