Druckveredelung

Drip-Off-Lackierung

1. Definition: 

Das Drip-Off-Verfahren ist ein Inline-Veredelungsverfahren im Bogen-Offsetdruck. Für diese Technik benötigt man eine Bogenmaschine die über ein Lackwerk verfügt. Zunächst wird der Öldruck-Mattlack über ein konventionelles Farbwerk aufgetragen. Dazu wird wie bei jeder Druckfarbe eine Druckplatte benötigt. Im Lackwerk der Maschine wird im Anschluß der Glanzlack aufgetragen. Dieser haftet nicht an den mit Mattlack bedruckten Stellen. Das Verfahren bietet zudem eine kostengünstige Alternative zur UV-Lackierung, für die eine spezielle UV-Maschine inklusive UV-Trockner benötigt wird.

2. Herstellungsverfahren: 
Offsetdruck

Um das Drip-Off-Verfahren anwenden zu können, benötigt man eine Bogen-Offsetmaschine mit Lackturm. Um den Trockenprozess zu verbessern, ist eine Trocknerkombination von Vorteil, bei diesen Maschinen in der Regel Standard.

Zunächst wird für den Auftrag des Mattlacks eine Druckplatte hergestellt. Diese wird exakt so hergestellt wie die Platten für die restlichen Farbseparationen auch.

Wenn die vier Druckfarben gedruckt sind, wird im fünften Druckwerk der Mattlack gedruckt. Dies benötigt keine andere Handhabung wie bei den anderen Druckfarben. Nachdem der Mattlack aufgetragen ist, erfolgt im letzten Werk der Maschine, dem Lackwerk, der vollflächige Auftrag des Glanzlacks.

Durch die spezielle Zusammensetzung der sogenannten Drip-Off-Lacke stoßen sich der Glanzlack und der Mattlack ab. Bei diesem Prozess des Abstoßens bilden sich kleinste Lacktröpfchen (drip off = abtropfen).

Die ausgesparten Stellen sind anschließend mit einem Hochglänzenden Lackfilm bedeckt. Dadurch, dass die Beschichtung vollflächig erfolgt ist, wird zusätzlich ein Scheuerschutz auf den matten Stellen erzielt.

6. Vor- und Nachteile: 

Vorteile

  • kostengünstig
  • umweltschonend
  • konventionelle Druckfarben können verwendet werden

Nachteile

  • niedriger Lackauftrag / Glanz (im Gegensatz zu UV)
  • nicht scheuerfest
  • längere Trockenzeit

Sonderfarben

1. Definition: 

Eine Schmuckfarbe, auch Sonderfarbe genannt, ist eine zusätzlich zu den Grundfarben verwendete Druckfarbe beim Mehrfarbendruck. Der Begriff umfasst Volltonfarben für zusätzlichen Farbtiefenumfang ebenso wie Effektfarben. Sonderfarben können nicht aus den Grundfarben CMYK gemischt werden und erweitern so den ursprünglichen Farbraum.

Soft-Touch

1. Definition: 

Soft-Touch ist ein spezieller wasserlöslicher Veredelungslack. Selbst wiederholte Berührungen hinterlassen keine Spuren. In einem speziellen Verfahren wird ein Lack aufgetragen und verleiht dem Bedruckstoff ein besonderes softes Gefühl. Die edle, samtige Haptik erzeugt eine elegante und matte Optik.

Schwarzlicht-Reflexionsdruck

1. Definition: 

Beim Schwarzlicht-Reflexionsdruck werden Stellen oder ganze Flächen mit einer Farbe bedruckt, die bei UV- oder Schwarzlicht intensiv leuchtet.

Schaumdruck

1. Definition: 

Beim Schaumdruck wird mit Hilfe eines Reliefdrucks ein 3D-Effekt erzeugt. Um den aufgetragenen Schaum zu schützen kann eine zusätzliche Lackschicht aufgetragen werden.

Rubbelfarbe

1. Definition: 

Rubbelfarbe bezeichnet eine Reihe hoch-opaker Farben, die man per Offset- oder Siebdruck auf den Bedruckstoff aufbringt. Diese Farben sind so deckend, dass die darunterliegende Information bzw. Motiv nicht mehr sichtbar ist. Weder durch Schräghalten, noch durch Lichteinfall kann der Inhalt darunter eingesehen werden.

Ein verbreitetes Anwendungsbeispiel sind Lotterielose. Die Rubbelfarbe sollte abriebfest sein, aber dennoch gut mit z.B. einer Münze zu entfernen bzw. frei zu rubbeln sein. Ein Trennlack zwischen Rubbelfarbe und die zu überdeckende Abbildung hilft dabei und verhindert darüberhinaus, dass Lösungsmittel in das Druckbild eindringen kann.

Relieflackierung

1. Definition: 

Relieflack (auch Strukturlack, 3D-Lack, Konturlack, Wassertropfenlack, Braillelack oder Blindenschrift genannt) unterscheidet sich vom “normalen” UV-Glanzlack durch die erhöhte gut fühlbare Schichtdicke beim Lackauftrag.

 Die Relieflacke sind mit verschiedenen Lackdicken in matt und glänzend verfügbar.

Prägen

1. Definition: 

Beim Prägen wird ein Muster in die Oberflächenstruktur von Papier, Textilien oder Leder durch Hervorhebung (Hochprägung) oder Vertiefung (Tiefprägung) eingearbeitet. Dies geschieht mit einem Prägestempel oder Prägewalze worauf das zu prägende Motiv eingraviert ist.

partieller Kleber

1. Definition: 

Wie bei der partiellen Lackierung werden nur an bestimmten Stellen des Bedruckstoffes Kleber aufgebracht. Mit dieser Form der Veredelung lassen sich partiell andere Stoffe aufbringen oder Druckprodukte wie Sticker, Aufkleber oder Etiketten erzeugen.

partielle Lackierung

1. Definition: 

Die partielle Lackierung, auch Spotlackierung oder 3D-Lackierung, ist eine Papierveredelung, bei der nur partiell Lack auf den Bedruckstoff aufgebracht wird. So lassen sich verschiedene Effekte wie Relief, Strukturen und Glanzeffekte generieren.

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